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Brustschildmarken sammeln ohne dickes Portemonnaie

Moderator: Rüdiger



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Hier ein weiteres solches Formular "Correspondenz-Karte.". Bei diesem Exemplar handelt es sich um die italienische Version, adressiert nach Wien und entwertet in TRIEST am 01.07.1875:

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Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 8121
Hier ein Behändigungsschein aus Zossen nach Mittenwalde vom 05.07.1874 mit nachverwendetem, preussischem, zweizeiligem Rechteckstempel "ZOSSEN", Feuser Pr 3684:

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Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Mo 6. Jan 2020, 13:53

Beiträge: 8121
Der hier gezeigte "Post=Behändigungs=Schein" von "KOENIGSZELT" nach Schweidnitz wurde am 20.08.1872 mit "2" (Groschen) korrekt als Brief von einem Gericht mit 1 Groschen Insinuationsgebühr plus 1 Groschen als tarifmäßiges Briefporto belegt:

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Faltet man den Beleg auf, dann sieht er so aus:

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Innen wurde ein spezieller Zustellstempel abgeschlagen:

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Der Beleg kam so gefaltet in Koenigszelt an:

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Und so gefaltet erreichte er schließlich Schweidnitz:

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Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 8121
Hier eine Ganzsache MiNr. P 5 II mit Kreisstempel "BHF. ROSTOCK" vom 12.03.1875 und somit während der Gültigkeitszeit der Brustschildmarken gebraucht. In Ratzeburg wurde am 13.03.1875 ein Ausgabestempel "No 1" abgeschlagen:

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Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 8121
Hier habe ich für 4,70 € inklusive Porto eine Ganzsache MiNr. P 2 bei ebay gekauft, die Beschreibung lautete "Gute Gebrauchsqualität":

https://www.ebay.de/itm/Dts-Reichspost- ... true&rt=nc

Die Entwertung erfolgte am 13.06.1873 per nachverwendetem NDP-Kreisstempel "MAINZ", Feuser NDP 640.

Als Ankunftstempel diente in Bayern ein Kreisstempel "ASCHAFFENBURG", Monat in Buchstaben "JUN.", Stundenangabe "4-5", ohne Jahresangabe.

Doch nun zur Ganzsache selbst, denn die hat es so richtig in sich!

Hier ein Scan der kompletten Ganzsache:

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Im Rahmen rechts ist das 9. Element von oben hohl:

011 - Kopie (2).jpg
Der obere Teil von "D" in "Deutsche" ist oben leicht gebrochen:

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Durch leichte Dezentrierung zeigt die Karte unten links Teile des in Markenfarbe gedruckten Eckwinkels:

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Die Kombination dieser 3 Druckzufälligkeiten wurde im Rundbrief Nr. 151 beschrieben. Vier Exemplare mit der Kombination dieser Merkmale sind aus dem Zeitraum 23.02.1873 bis 18.03.1874 bisher bekannt und werden von der Arge mit 150 € bewertet.

Doch dieses Exemplar bietet sogar noch mehr, denn im Rahmen links ist das 4. Element von oben hohl:

011 - Kopie.jpg
Und im unteren Rahmen sind zahlreiche Elemente ebenfalls nicht komplett:

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Somit dürfte es das bisher einzige bekannte Exemplar mit all diesen Druckzfälligkeiten in der gezeigten Kombination sein!

Fazit: das nenne ich in der Tat: "Gute Gebrauchsqualität"!!!

Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Di 7. Jan 2020, 17:51

Beiträge: 8121
Hier eine Einzelfrankatur der MiNr. 33 a am 02.06.1875, also während der Gültigkeit der Brustschildmarken, entwertet mit nachverwendetem, preussischem, dreizeiligem Rechteckstempel "GRÜNBERG I. SCHLESIEN *", Feuser Pr 1297:

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Die Marke hat einen anhängenden Zwischensteg oben!

Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag So 12. Jan 2020, 16:37

Beiträge: 8121
Der hier gezeigte "Postbehändigungsschein" wurde am 31.05.1872 in Frankenberg nach Schweidnitz aufgegeben und korrekt mit "2" (Groschen) als Brief von einem Gericht mit 1 Groschen Insinuationsgebühr plus 1 Groschen als tarifmäßiges Briefporto belegt:

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Rückseitig wurden ein dreizeiliger Rechteckstempel "FRANKENBERG i/ SACHSEN. *" sowie ein nachverwendeter NDP-Kreisstempel "HAINICHEN", Feuser NDP 408, abgeschlagen:

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Liebe Grüße
Rüdiger

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