Als
Zünfte – von althochdeutsch zumft ‚zu ziemen‘ – bezeichnet man ständische Körperschaften von Handwerkern, wie sie seit dem Mittelalter zur Wahrung gemeinsamer Interessen entstanden und hauptsächlich bis ins 19. Jahrhundert existierten, in gewissen Regionen (beispielsweise in der Schweiz) bis heute.
Die Zünfte bildeten ein soziales und ökonomisches System zur Regelung von Rohstofflieferungen, Beschäftigungszahlen, Löhnen, Preisen, Absatzmengen bis hin zur Witwenversorgung.
Zünfte umfassten mitunter mehrere Berufsgruppen.
Äußeres Zeichen waren nach mittelalterlicher Tradition Zunftordnung, Wappen, Zunftzeichen und Zunftkleidung.
Die Zünfte schrieben ihren Mitgliedern zur Sicherung von Qualitäten Produktionsmethoden vor.
Dadurch wehrten sie zwar Überproduktionen ab, andererseits verhinderten sie die Einführung neuer, produktiverer, eventuell weniger gesundheitsgefährdender Produktionstechniken.
Sie garantierten ihren Mitgliedern ein standesgemäßes, also „gerechtes“ Einkommen.
Den Verbrauchern war durch Ausschalten von Preiswettbewerb ein stabiles Preis-Leistungs-Verhältnis garantiert – allerdings auf hohem Preis-Niveau
Österreich MiNr. 3335 erschien zum Thema "650 Jahre Zunft der Gold- und Silberschmiede":
Als Narrenzunft bezeichnen sich die örtlichen Fastnachtsvereine der schwäbisch-alemannischen Fastnacht und auch manche des rheinischen Karnevals: