Novaesium, das ehemalige Legionslager Neuss (auch Castrum Novaesium, Plural Castra Novaesia), im heutigen Neusser Ortsteil Gnadental ist eines der bedeutendsten und besterforschten römischen Militärlager des Rheinlandes.
Ferner gilt das heutige Bodendenkmal als das älteste bekannte Militärlager seiner Art in dieser Region.
Während der Zeit seiner Existenz war Novaesium neben Vetera und Mogontiacum die wichtigste Aufmarschbasis der Römer bei ihrem Versuch, die Germania magna zu okkupieren, und bildete anschließend einen wesentlichen Bestandteil des Niedergermanischen Limes, der seit 2021 zum Bestand des UNESCO-Weltkulturerbes gehört.
Bereits um das Jahr 16 v. Chr. errichteten römische Soldaten an der Mündung der Erft in den Rhein, etwa 2,5 km südöstlich der heutigen Altstadt, eine Befestigung aus Holz und Erde.
Der Platz, an dem sich vermutlich schon eine kelto-germanische Vorgängersiedlung befand, war strategisch gewählt, lag er doch einerseits am Endpunkt einer römischen Fernstraße, die durch das von Caesar eroberte Gallien von Lyon über Trier und Zülpich bis an den Rhein führte, und bot andererseits einen verkehrsgünstigen Zugang zu den Wasserwegen von Rhein, Erft, Lippe, Ruhr und Wupper.
Zum Jubiläum "2000 Jahre Neuss" erschien bei der Deutschen Bundespost eine Marke mit der Abbildung "Rossknecht mit Pferd" nach einem Ausschnitt aus der in Neuss gefundenen Grabstele des Oclatius (1. Jh.).
Eckrandstück mit Vollstempel Frankfurt (wurde so von der Versandstellen geliefert) und korrigierter Bogenwertzahl: