Als
Warte bezeichnet man einen Beobachtungsposten oder Turm, einen Platz, von dem man Ausschau hält, oder einen Aussichtspunkt.
Das Wort machte im Lauf der Jahrhunderte eine Bedeutungswandlung durch vom althochdeutschen „warta“ bzw. dem Verb „warten“ – und ist verwandt mit „warnen“ und „wahren“.
Früher war eine
Warte Teil der äußeren Wehranlagen einer Festung oder Stadt.
Oft stand sie als befestigter Turm weit vor der eigentlichen Befestigung, sodass von ihr aus ein Feind früher bemerkt werden konnte.
Durch Signalsysteme wurde die Vorwarnzeit verlängert.
Übertragen wird der Begriff auf vielen Gebieten verwendet:
Als
Sitzwarte bezeichnet man von Tieren genutzte, erhöhte Positionen für einen besseren Überblick im Gelände.
Als
Sternwarte bezeichnet man eine Anlage zur Beobachtung des Sternenhimmels mit Teleskopen oder anderen Messgeräten, bis 1650 auch freiäugig.
Vogelwarten dienen der Beobachtung von Vögeln
Wetterwarten dienen dem Erfassen und Aufzeichnen von Wetterdaten
Als
Warte wird auch der Leitstand einer technischen Anlage, eine Einsatzleitstelle oder eine Netzleitstelle bezeichnet.
Schneewarten dienten als Orientierungshilfen in Polarregionen
Blockausgabe: 100 Jahre Vogelwarte Helgoland:

- Titelseite

- Textseite

- Block 77 mit MiNr. 2792

- Rückseite
Die Norddeutsche Seewarte wurde 1868 mit Unterstützung der Hamburger und Bremer Handelskammern zur Pflege der Seefahrtskunde gegründet.
Das Institut gilt als Vorläuferin der Deutsche Seewarte.