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Brustschildmarken sammeln ohne dickes Portemonnaie

Moderator: Rüdiger



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Hier eine Ganzsache MiNr. P1, entwertet per nachverwendetem Thurn & Taxis-Kreisstempel "CASSEL", adressiert nach Charlottenburg, wo ein Kreisstempel "AUSG. N 4 4 12" als Ankunftstempel abgeschlagen wurde:

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Rüdiger


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Hier eine Einzelfrankatur der MiNr. 9 am 30.09.1872 auf Brief von Freiburg nach "Speier aR" = Speyer in Bayern:

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Die Entwertung erfolgte per nachverwendetem badischem Zweikreisstempel "FREIBURG STADT POST", Feuser BN 142B mit badischem Wappen unten im Außenkreis.

Rückseitig wurde als Ankunftstempel am 01.10.1872 der lediglich in den Jahren 1872 sowie 1873 eingesetzte Kreisstempel "SPEIER" abgeschlagen:

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Rüdiger


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Hier eine MiNr. 4 auf Briefstück, entwertet per nachverwendetem sächsischem Zweikreisstempel "SCHEIBENBERG", Milde 256-4, am 15.01.1872:

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Rüdiger


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Hier eine portopflichtige Dienstsache, adressiert nach "Harpstedt Prov. Hannover", aufgegeben am 20.12.1873 in "WEISSENFELS", mit nachverwendetem preussischem Zweikreisstempel, Feuser Pr 3474:

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Der Absender quittierte in Weissenfels: "Hierauf habe ich 27 Groschen 6 Pfennige Postvorschuß erhalten". Dieser Betrag wurde per Blaustift "27 1/2" ausgewiesen. Für einen solchen "Auslagenbrief" wurde eine Postvorschußgebühr in Höhe von 1/2 Groschen je angefangenem Thaler erhoben, wobei eine Mindestgebühr von 1 Groschen galt, die hier zur Anwendung kam. Hinzu kam die Beförderungsgebühr wie für eine Wertsendung, hier 4 Groschen für eine Entfernung von 25 bis 50 Meilen. Die "5" Groschen Porto wurden als beim Empfänger einzuhebendes Porto unter dem Bruchstrich notiert. Es resultierten somit für diesen Brief "32 1/2" Groschen wie per Blaustift vermerkt, die der Empfänger zu zahlen hatte.

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Rüdiger


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Hier eine portofreie Dienstsache aus Österreich, aufgegeben am 30.06.1875 in "GROSS ENZERSDORF" vom Absender "K.K.BEZIRKSHAUPTMANNSCHAFT GROSS-ENZERSDORF", adressiert "An das Löbl. Pfarramt in Markgrafneusiedl":

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Laut rückseitigen Tagesstempeln lief dieser Beleg am 01.07.1875 über "MARCHEGG" und kam am 02.07.1875 in "MARKGRAFNEUSIEDEL" an:

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Rüdiger


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Hier ein Briefstück mit einer nach rechts oben dezentrierten MiNr. 19, entwertet am 08.01.1873 per Kreisstempel "LEIPZIG P. A. No. 2. N 3":

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Hier ein Paketbegleitbrief "Mit 1 Packet gleicher Adresse.", adressiert nach "Erfurt", aufgegeben am 31.12.1873 in Berlin:

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Der Einlieferer erhielt einen Betrag von 2 Thaler 15 Silbergroschen als Postvorschuss, was per Blaustift "75" (Groschen) vermerkt wurde, die beim Empfänger einzuziehen waren, worauf ein Stempel "Auslagen." hinweist.

Das zu diesem Begleitbrief gehörige Paket wog "4 Pfund" und wurde franco aufgegeben, wofür "6 1/2" Groschen in Rotstift als bezahltes Porto vermerkt wurden.

Das Porto für den Begleitbrief betrug bei einer Entfernung von 25 bis 50 Meilen 4 Groschen, die per Mehrfachfrankatur mit zwei MiNr. 20 dargestellt und per Kreisstempel "BERLIN P. E. No. 42. N 1" am 31.12.1873 entwertet wurden.

Der Brief erreichte seinen Bestimmungsort Erfurt am 01.01.1874, was ein rückseitiger Ausgabestempel dokumentiert:

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Hier ein "Post=Behändigungsschein", am 03.05.1875 aufgegeben in "STASSFURT", adressiert nach "Calbe a/S":

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Die Aufgabe dokumentiert ein zweizeiliger Rechteckstempel "STASSFURT *". Dabei handelt es sich um einen aptierten ehemals dreizeiligen preussischen Rechteckstempel, Feuser Pr 3144, aus dem das Wort "BAHNHOF" in der mittleren Zeile entfernt wurde!

Rückseitig ein Abschlag eines Kreisstempels "CALBE A. S." vom 04.05.1875:

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Wie per Blaustift ausgewiesen hatte der Empfänger "20" (Pfennige) als Porto zu bezahlen, die sich zusammensetzen aus 10 Pfennigen Behändigungsgebühr plus 10 Pfennigen Rücksendungsgebühr der Urkunde.

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Dieser nach Weimar adressierte Brief wurde der ersten Gewichtsstufe bis 15 Gramm entsprechend als Einzelfrankatur mit einer MiNr. 4 frankiert am 08.11.1872 in Münsterberg aufgegeben, wo die Frankatur mit einem nachverwendeten dreizeilgen NDP-Rechteckstempel "MÜNSTERBERG REG. BEZ. BRESLAU", Feuser NDP 688, entwertet wurde:

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Die Post stellte fest, dass dieser Brief mehr als 15 Gramm wog und somit der Gewichtsstufe "2" zugeordnet werden mußte, was links oben in Blaustift vermerkt wurde. Für eine Unterfrankatur war das Doppelte des fehlenden Portos als Nachporto anzusetzen. Da das Porto für einen Brief der 2. Gewichtsstufe über 15 Gramm 2 Groschen betrug ergibt sich 1 Groschen als fehlendes Porto, das verdoppelt wurde zu groß in Blaustift vermerkten "2" Groschen Fehlporto, die der Empfänger in Weimar zu zahlen hatte.

Rückseitig findet sich ein Kreisstempel "WEIMAR" als Ankunftstempel:

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Dabei handelt es sich um einen Übergangsstempel in Sonderform der OPD Erfurt mit alten Thurn und Taxis Typen hergestellt, einen sogenannten "PFANNSTIEL"-Stempel:

https://www.arge-krone-adler.de/datein/aktuell035.htm

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Rüdiger


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Hier eine Ganzsache MiNr. P1, aufgegeben am 08.12.1874 in Sebnitz, adressiert nach Bamberg in Bayern:

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Die Entwertung erfolgte mit einem nachverwendeten sächsischen Zweikreisstempel "SEBNITZ", katalogisiert als Feuser SA 300. Als Ankunftstempel wurden in Bayern ein Kreisstempel "BAMBERG BH:" sowie ein Kreisstempel "BAMBERG STADT" abgeschlagen.

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