Bulgarien MiNr. 4280 am 28.07.1997 als Einzelfrankatur auf Postkarte, adressiert nach 51645 Gummersbach BRD, echt gelaufen mit entsprechender Eingangscodierung:
Das Motiv ist eine Wandmalerei in der Kirche von Bojana.
Ihre weltweite Bekanntheit verdankt die Kirche ihren Fresken von 1259.
Diese liegen als zweite Schicht über noch älteren Malereien und stellen ein sehr gut erhaltenes Beispiel für mittelalterliche osteuropäische Kunst dar.
Auf den Wänden finden sich Darstellungen von 240 Menschen in 89 verschiedenen Szenen.
Der Name des Malers ist nicht bekannt, sein Stil gehörte sehr wahrscheinlich zur Kunstschule von Tarnowo.
Mit seinen humanistischen Tendenzen spiegelte sein Werk nicht nur die im 13. Jahrhundert erkennbaren Reformbestrebungen innerhalb der orthodoxen Kirche wider, sondern leistete auch einen eigenen Beitrag zur Abgrenzung der mittelalterlichen bulgarischen von der byzantinischen Kunst.
Die Fresken werden oft als ein Höhepunkt der Kunst des Zweiten Bulgarischen Reichs betrachtet.
18 Szenen im Narthex stellen das Leben des heiligen Nikolaus dar.
Andere zeigen Alltagsszenen der damaligen Zeit.
Als besonders interessant gelten die Darstellungen der Stifter der Kirche, des Sebastokrators Kalojan und seiner Frau Dessislawa, sowie des bulgarischen Zaren Konstantin Tich Assen und seiner Frau Irina.
Der auf dem Postwertzeichen dargestellte Konstantin Tich Assen (bulgarisch Константин I. Тих Асен, wissenschaftliche Transliteration Konstantin Tich Asen; * 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts; † 1277 in Bulgarien) war von 1257 bis 1277 Zar von Bulgarien.