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Auslandsbriefprüfstelle Wien - Kennbuchstabe "g"

Hier sollen Zensurbelege aller Art gezeigt werden, die von und nach Bulgarien gelaufen sind

Moderatoren: Rüdiger, Kasper



Beiträge: 17401
Dieser Brief vom 25.09.1943 aus Bulgarien lief durch die ABP Wien, wo er linksseitig geöffnet und mit einem neutralen Streifen der Briefverschlussvorrichtung, hellbraunes Papier, 20 mm breit, senkrecht geriffelt, Landsmann GV6.4, wieder verschlossen wurde, was ein Stempel der Briefverschlussvorrichtung in Rot, Landsmann GPB1.2, dokumentiert:

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Der Beleg zeigt sowohl vorderseitig als auch rückseitig eindeutige Spuren einer erfolgten chemischen Zensur mit mehreren verschiedenen Chemikalien.

Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 17401
Dieser Brief vom 03.08.1943 aus Bulgarien lief ebenfalls durch die ABP Wien, wo er linksseitig geöffnet und mit einem neutralen Streifen der Briefverschlussvorrichtung, hellbraunes Papier, 20 mm breit, 45° diagonal geriffelt, Landsmann GV6.2, wieder verschlossen wurde, was ein Stempel der Briefverschlussvorrichtung in Rot, Landsmann GPB1.2, dokumentiert:

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Der Beleg zeigt ebenfalls sowohl vorderseitig als auch rückseitig eindeutige Spuren einer erfolgten chemischen Zensur mit mehreren verschiedenen Chemikalien.

Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 17401
Für Post von und nach Bulgarien war die Auslandsbriefprüfstelle Wien zuständig, die den Kennbuchstaben "g" führte.

Dieser nach Darmstadt adressierte, am 29.08.1941 in Казанлък = Kazanlak in Bulgarien aufgegebene Brief wurde in der Auslandsbriefprüfstelle Wien linksseitig geöffnet und nach erfolgter Zensurierung mit einem Verschlußstreifen, Landsmann GV2.4, wieder verschlossen, was mit einem Prüfstempel in Rot, Landsmann GP1.4, dokumentiert wurde:

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Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 17401
Dieser Brief vom 16.01.1943 aus Bulgarien lief durch die ABP Wien, wo er linksseitig geöffnet und mit einem neutralen Streifen der Briefverschlussvorrichtung, hellbraunes Papier, 20 mm breit, 45° diagonal geriffelt, Landsmann GV6.2, wieder verschlossen wurde, was ein Stempel der Briefverschlussvorrichtung in Rot, Landsmann GPB1.2, dokumentiert:

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Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 17401
Diese nach Wien adressierte Postkarte wurde am 26.09.1942 in Sofia aufgegeben:

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Da der Aufgabestempel rückseitig abgeschlagen worden war erfolgte die Entwertung der verklebten Freimarke per Tagesstempel am 09.10.1942 in Wien.

In der dortigen ABP wurde ein Maschinenprüfstempel, Landsmann GPM1.6, abgeschlagen.

Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 17401
Dieser nach Sofia/Bulgarien adressierte Brief vom 06.11.1943 aus Hamburg lief durch die ABP Wien, wo er linksseitig geöffnet und mit einem neutralen Streifen der Briefverschlussvorrichtung, hellbraunes Papier, 20 mm breit, senkrecht geriffelt, Landsmann GV6.4, wieder verschlossen wurde, was ein Stempel der Briefverschlussvorrichtung in Rot, Landsmann GPB1.2, dokumentiert:

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Interessant an diesem Brief ist der Einlieferungsvermerk in Schreibmaschinenschrift auf der Rückseite "auf die Post aufgeliefert durch: Karl Stolzenburg, Hamburg-Wandsbek, Zeppelinstr. 5.".

Zu dieser Zeit durften Briefe ins Ausland nicht einfach in den nächsten Briefkasten eingeworfen werden, sondern mußten persönlich am Postschalter aufgegeben werden, wobei die Papiere des Einlieferers vom Schalterbeamten überprüft wurden. Auf die exakte Durchführung dieser vorgeschriebenen Überprüfung weist der zweite stumme Stempelabschlag auf der Vorderseite hin!

Trotzdem liefen diese Auslandsbriefe aber selbstverständlich durch die zuständige ABP, in diesem Falle die für Post nach Bulgarien zuständige ABP Wien.

Dort angekommen wurde dieser Beleg rückseitig einer chemischen Zensur per waagerechtem Pinselstrich unterzogen, wohl nach dem Motto "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser"!

Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 17401
Dieser ab PORDIM in Bulgarien gelaufene Brief per Einschreiben vom 11.05.1944 nach Tübingen lief durch die ABP Wien, wo er linksseitig geöffnet und mit einem neutralen braunen Streifen, 28 mm breit, Landsmann GV6.5, wieder verschlossen wurde:

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Der Beleg wurde rückseitig diagonal von der Mitte oben nach rechts unten einer chemischen Zensur per Pinselstrich unterzogen.

Vorderseitig wurde ein Handdurchlaufstempel "Ag", rechts eingekerbt, Landsmann GD1.3.3, in Violett als Prüfstempel, Landsmann GP5.3.3 eingesetzt.

Bei Landsmann ist dieser Prüfstempel für 3.44 verzeichnet, mit diesem Beleg wird die Verwendung auch noch in 5.44 dokumentiert!

Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 17401
Dieser Brief vom 22.07.1943 aus Bulgarien lief ebenfalls durch die ABP Wien, wo er linksseitig geöffnet und mit einem neutralen Streifen der Briefverschlussvorrichtung, hellbraunes Papier, 20 mm breit, 45° diagonal geriffelt, Landsmann GV6.2, wieder verschlossen wurde, was ein Stempel der Briefverschlussvorrichtung in Rot, Landsmann GPB1.2, dokumentiert:

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Im Unterschied zu den zuvor gezeigten Belegen weist dieser keine chemische Zensur auf!

Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 17401
Dieser Brief vom 05.07.1944, aufgegeben als Einschreiben in Sofia, lief durch die ABP Wien, wo er linksseitig geöffnet und mit einem neutralen Streifen der Briefverschlussvorrichtung, hellbraunes Papier, 20 mm breit, 45° diagonal geriffelt, Landsmann GV6.2, wieder verschlossen wurde, der leider abhanden gekommen ist!

Diese Zensurmaßnahme dokumentieren Fragmente eines Stempels der Briefverschlussvorrichtung in Rot, Landsmann GPB1.2:

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Vorderseitig sowie rückseitig wurde dieser Beleg einer chemischen Zensur mit verschiedenen Chemikalien unterzogen.

Laut rückseitigem Ankunftsstempel kam der Beleg am 17.07.1944 an seinem Bestimmungsort "WALCHENSEE" an.

Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 17401
Diese nach Büren in Westfalen adressierte Ansichtskarte wurde am 21.03.1941 in Sofia aufgegeben:

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In der ABP Wien wurde ein Maschinenprüfstempel in Rot mit vier gleich langen Linien, Schrift Antiqua, Landsmann GPM1.2 abgeschlagen.

Liebe Grüße
Rüdiger

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