Die Katze (Le chat) ist der Titel eines Romans von Georges Simenon.
Ein altgewordenes Ehepaar lebt in einer Gegend, in der die Häuser ebenso verfallen wie die Gefühle derer, die in ihnen ihr Dasein fristen. Unter ihnen die zwei Alten, deren Ehe sich längst in eine Hölle verwandelt hat. Er ist apathisch und empfindet nur noch etwas für seine Katze. Seine Frau ist ihm gleichgültig. Sie dagegen versucht, ihn mit ihren Quälereien aus der Lethargie zu wecken und greift dabei zu immer drastischeren Mitteln.
Zuerst setzt sie in einem Supermarkt die Katze aus. Doch die Katze findet den Weg zum Haus zurück. Schließlich vergiftet die Frau die Katze, was bei dem Mann die Reaktion auslöst, ihren Papagei zu töten und sie schließlich zu verlassen, doch ohne ihn kann sie nicht leben, er kommt zurück und sagt ihr: „Ich bleibe hier, aber spreche mir dir kein Wort mehr“. Fortan kommunizieren die beiden nur noch über kleine Notizzettel. Der Mann reicht ihr zum Schluss einen Zettel zu Le chat – Die Katze. Daraufhin erschießt sich die Frau. Während sie stirbt, bricht beim Mann die Sprachbarriere und er trauert doch um sie. Zuletzt kommt es zur Katastrophe.
1971 verfilmte Pierre Granier-Deferre den Roman unter demselben Titel mit Simone Signoret und Jean Gabin in den Hauptrollen. Hier eine Einzelfrankatur mit einer Briefmarke aus Belgien, die als Motiv das Filmplakat zeigt:
Die im Film auftretende Katze sieht übrigens so aus:
Für das deutsche Fernsehen Das Erste wurde der Roman mit Götz George und Hannelore Hoger 2007 unter der Regie von Kaspar Heidelbach erneut verfilmt. Hier ein Szenenfoto mit der Katze aus diesem Film:
Liebe Grüße
Rüdiger