Dieser Brief wurde als Ortsbrief an das Finanzamt in Berlin Steglitz adressiert mit einer Einzelfrankatur des 8 Pf Wertes, MiNr. 3 frankiert am 09.03.1946 in Berlin-Lichterfelde 3 aufgegeben:
Da sich das Porto für Ortsbriefe am 01.03.1946 von 8 Pf auf 16 Pf verdoppelt hatte wurde eine Nachgebühr in Höhe des Eineinhalbfachen des Fehlportos von 8 Pf, also 12 Pf, erhoben, was in Blaustift vermerkt wurde.
Der Brief lief durch die US-amerikanische Militärzensurstelle in Berlin, wurde dort linksseitig geöffnet und mit einem Zellophanstreifen "OPENED BY MIL. CEN.-CIVIL MAILS" wieder verschlossen, was ein vorderseitig abgeschlagener Prüferstempel "11964" dokumentiert.
Laut rückseitigem handschriftlichem Vermerk wurde am 23.03.1946 die "Annahme verweigert" und der Beleg ging an den Absender "zurück":
Der Absender mußte dann die Nachgebühr in Höhe von 12 Pf bar bezahlen, um wieder in den Besitz seines Briefes zu gelangen.
Anschließend verklebte er eine 12 Pf Marke und schickte den Brief erneut ab. In diesem Falle hätten es weitere 8 Pf zur Komplettierung des Portos getan, aber vermutlich hatte der Absender keine weitere 8 Pf Marke zur Hand!
Liebe Grüße
Rüdiger