Die Reichstagswahl vom 12.11.1933 fand zugleich mit der Volksabstimmung über den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund statt.
Vorangegangen war die Ausschaltung der politischen Gegner des nationalsozialistischen Systems.
Zur Reichstagswahl zugelassen war nur eine nationalsozialistisch dominierte Einheitsliste, auf der auch einige als Gäste bezeichnete Parteilose kandidierten.
Bei der Volksabstimmung war eine Ablehnung der Maßnahme zwar technisch möglich, allerdings war der Austritt aus dem Völkerbund von der Reichsregierung zum Zeitpunkt der Abstimmung längst vollzogen worden.
Wahl und Abstimmung fanden unter undemokratischen Bedingungen statt und erbrachten, wie von den Nationalsozialisten beabsichtigt, eine deutliche Zustimmung.
So entfielen bei der Reichstagswahl 92,13 % der gültigen Stimmen auf die Einheitsliste der NSDAP, und 95,08 % der gültigen Stimmen in der Volksabstimmung bejahten den Austritt aus dem Völkerbund.
Die Reichstagswahl vom 29.03.1936 wurde vom NS-Regime angesetzt, um der nur wenige Wochen zuvor erfolgten Rheinlandbesetzung, die einen offenen Bruch mit dem Versailler Vertrag darstellte, den Anstrich von Legitimation zu verleihen.
In der NS-Propaganda wurde die Wahl bisweilen als „Volksabstimmung“ dargestellt, mit dem das Volk seine Unterstützung für die Rheinlandbesetzung bekunde, tatsächlich wurde jedoch nur eine Reichstagswahl abgehalten.
Die Stimmzettel waren betitelt mit „Reichstag für Frieden und Freiheit“.
Wie auch bereits bei der vorangegangenen Wahl im November 1933 war nur eine Einheitsliste der NSDAP zugelassen.
Es handelte sich somit um eine Scheinwahl.
Die Reichstagswahl von 1936 ergab offiziell eine Zustimmung von 98,8 % für die NSDAP.
Diese am 24.03.1936 aufgegebene Postkarte dokumentiert per Maschinenstempeleinsatz die Reichstagswahl 1939: