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Kernreaktoren

Ein Kernreaktor, auch Atomreaktor, Atommeiler, oder Atombrenner ist eine Anlage, in der eine Kernspaltungsreaktion kontinuierlich als Kettenreaktion im makroskopischen, technischen Maßstab abläuft.

Moderator: Rüdiger


Beitrag Di 24. Jan 2017, 12:55

Beiträge: 52648
Wohnort: Trier
In der Freimarkenserie "Alltagsleben" erschien 1960 in Rumänien auch eine Marke (MiNr 1880) eine Marke, die einen Kernreaktor abbildet. Nähere Angaben über den gezeigten Reaktor liegen mir zur Zeit nicht vor. Vielleicht hat jemand mehr Informationen zum Markenbild.

20170124_0005.jpg

Die Marke gibt es in zwei verschiedenen Zähnungen: A = gez K 14 1/4:14 und C = gez. K 14 1/4:13 1/4.

Beitrag Di 6. Feb 2024, 00:50

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Der Experimental Breeder Reactor I (EBR-I, in einer frühen Designphase auch Chicago Pile 4 (CP-4) genannt im Idaho National Laboratory war ein Versuchsreaktor, der als weltweit erster Kernreaktor am 20.12.1951 elektrischen Strom erzeugte, sowie der erste funktionierende Brutreaktor. In diesem Reaktor wurden auch mehrere andere Technologien erstmals umgesetzt. Er war bis 1963 in Betrieb, ist heute als National Historic Landmark ausgewiesen und für Besucher zugänglich.

ATOMIC CITY ist eine Stadt in Bingham County im US-Bundesstaat Idaho. In der Siedlung wohnen schätzungsweise 50 Einwohner.

In der Nähe des Orts wurde der Experimental Breeder Reactor I betrieben.

Dieser Beleg vom 21.03.1961 zeigt einen Tagesstempel ATOMIC CITY, IDAHO:

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Liebe Grüße
Rüdiger


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Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26.04.1986 um 01:23 Uhr Ortszeit (= 25.04.1986 23:23 Uhr MESZ) im Reaktor-Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der 1970 gegründeten ukrainischen Stadt Prypjat.
Auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse wurde sie als erstes Ereignis in die höchste Kategorie katastrophaler Unfall (INES 7) eingeordnet.
Es handelt sich um den folgenschwersten Unfall in der Geschichte der friedlichen Nutzung der Kernenergie.
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Bei einem planmäßigen Test in Block 4 sollte überprüft werden, ob dem Reaktor auch bei einem Stromausfall noch genügend eigene Energie für seine Notkühlung zur Verfügung steht.
Unerwartete und unzulässige Zustände in der Anlage führten zu einem Anstieg der Leistung, der durch die Regelung nicht mehr ausgeglichen werden konnte.
Die manuelle Abschaltung führte aufgrund der Besonderheiten des RBMK-Kerns zu einem extrem schnellen Anstieg der Energiefreisetzung in den Brennelementen, was letztendlich zur vollständigen Zerstörung des Reaktorkerns führte.
Bei der Explosion wurde die Reaktorhalle zerstört, wodurch es aufgrund des Graphitbrands zu einer erheblichen Freisetzung von radioaktiven Stoffen in die Umwelt kam.
Die vorherrschenden Luftströmungen verteilten diese über weite Teile Europas.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Tschernobyl-Unfall ist umstritten, was unter anderem durch methodische Schwierigkeiten bei der Erfassung von strahlungsbedingten Erkrankungen bedingt ist.
Das Tschernobyl-Forum veröffentlichte im Jahr 2005 eine Schätzung, wonach die Gesamtzahl der auf den Unfall zurückzuführenden Todesopfer weltweit bei ungefähr 4000 liegt.

Nach der Katastrophe wurde über den beschädigten Reaktor ein vorübergehender Schutzmantel aus Beton und Stahl errichtet, bekannt als „Sarkophag“.
Innerhalb eines Radius von 30 Kilometern um das Kernkraftwerk wurde eine Sperrzone eingerichtet.
In den Jahren 2010 bis 2019 erfolgte der Bau einer neuen Schutzhülle, das „New Safe Confinement“, über dem Sarkophag.


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