Foren-Übersicht Basiswissen über Briefmarken Schnäppchen

Schnäppchen

Hier sollen grundlegende Informationen zu philatelistischen Fachbegriffen sowie interessante Aspekte der Philatelie dargestellt werden.

Moderator: Rüdiger


Beitrag Di 27. Apr 2021, 19:07

Beiträge: 8523
Bleiben wir bei BUND MiNr. 1608.

Hier eine recht markante "Passerverschiebung der Druckfarben zueinander:

005 (7).jpg
005 (6).jpg
Es handelt sich bei Passerverschiebungen um Druckzufälligkeiten, die immer wieder einmal vorkommen. Passerverschiebungen werden zwar nicht katalogisiert, lockern aber jede Sammlung auf. Ich nehme solche Stücke immer gerne im Tausch zum Katalogpreis der Marke mit! Der Katalogpreis beträgt in diesem Fall aktuell 0,50 MICHEL-€, damit kann man nichts falsch machen!

Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Di 27. Apr 2021, 19:23

Beiträge: 8523
Hier gleich noch eine Passerverschiebung bei einer BUND MiNr. 1608:

005 (9).jpg
005 (8).jpg
Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Mi 28. Apr 2021, 10:33

Beiträge: 8523
Bundesrepublik MiNr. 1609 mit Plattenfehler "f 15" nach "Schantl": "Schwarzer Strich oben am "G" von "ENTDECKUNG"".

Hier ein Zweierstreifen vom rechten Rand, Feld 15 und Feld 20, wobei die obere Marke Feld 15 den Plattenfehler zeigt:

001 (5).jpg
001 (3).jpg
Hier ein gestempeltes Exemplar dieses Plattenehlers nach "Schantl":

001 (4).jpg
001 (2).jpg
PS:
Nach dem Motto "selbst im MICHEL steht nicht alles" kann es sich lohnen, sich weitere Literatur zu seinem Sammelgebiet zu besorgen, sofern man tiefer einsteigen möchte (als viele andere!)! Mit dem Wissen um interessante Dinge, die halt nicht im MICHEL stehen, kann man dann interessante Stücke für die eigene Sammlung günstig erhalten!

Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Mi 28. Apr 2021, 22:21

Beiträge: 8523
Vom 01.07.1990 bis zum 31.03.1991 galten im Rahmen der Deutschen Währungsunion bei Aufgabe von Postsendungen in der DDR bzw. im VGO = Verkehrsgebiet Ost Sondertarife, wobei Briefe im Inlandsverkehr, also auch in die Bundesrepublik, z.B. für 50 Pf befördert wurden. Die Gebühr für Eilzustellung betrug 200 Pf, so dass für einen Eilbrief mit einem Gewicht bis 20 g die Portostufe 250 Pf resultierte.

Da während dieser Tarifperiode die Ausgaben "DEUTSCHE BUNDESPOST" auch im VGO gültig waren ergaben sich zahlreiche verschiedene Möglichkeiten für interessante Mischfrankaturen.

Hier zeige ich Euch als ein solches Beispiel einen Brief als Eilsendung von Leizig nach Essen:

002 (3).jpg
Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Do 29. Apr 2021, 00:05

Beiträge: 8523
Der nächste Beleg dokumentiert am 23.09.1990 einen "TAG DER OFFENEN TÜR" in Stuttgart 80 im Rahmen des Jubiläums "500 JAHRE POST":

002 (2).jpg
Interessant ist die Verwendung von zwei Wohlfahrtsmarken als Teil der Frankatur, eine davon als Ausgabe "DEUTSCHE BUNDESPOST", Bund MiNr. 1438, als rechte untere Bogenecke mit Formnummer "1", sowie eine als Ausgabe "DEUTSCHE BUNDESPOST BERLIN", Berlin MiNr. 854, als rechte untere Bogenecke mit Formnummer "2", beide mit klassischen Postboten als Motiv!

So dokumentiert man Postgeschichte perfekt!

Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Do 29. Apr 2021, 12:15

Beiträge: 8523
Hier der Plattenfehler Bund MiNr. 1656 I: "zwei braune Flecken auf der Jacke des Mannes im Vordergrund", der bei einer Teilauflage auf Feld 19 des Bogens mit der Formnummer "2" zu finden ist:

001 (9).jpg
001 (7).jpg
001 (10).jpg
001 (6).jpg
MICHEL bewertet diesen Plattenfehler postfrisch mit 25 MICHEL-€, gestempelt mit 20 MICHEL-€. Es lohnt sich also, auf diesen Plattenfehler zu achten!

Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Do 29. Apr 2021, 12:26

Beiträge: 35019
Wohnort: Trier
In Tansania wurden Marken aus Dauerserie mit dem Aufdruck "OFFICIAL" als Dienstmarken verwendet.

20180509_0007.jpg
Marke aus Dauerserie MiNr 40

2021041729_0003.jpg
Dienstmarke MiNr 20

Hier kann ich noch eine ganz besondere Marke zeigen. Die Dienstmarke wurde in einer kleinen Menge durch Aufdruck eines Balkens wieder in eine Freimarken zurück verwandelt. Diese Marke wird im Michel, unter der MiNr B160 geführt.

2021041728_0010.jpg

Die Dauermarke MiNr 40 ist bei Michel ** mit 1,20 Mi€ und o 0,30 Mi€ bewertet, die Dienstmarke MiNr 20I oder 20II ** mit 1,60 Mi€ bzw 4,00 Mi€ und die Marke MiNr B160 ** mit 400,00 Mi€ und gestempelt mit -.--.

Beitrag Do 6. Mai 2021, 13:49

Beiträge: 8523
Heute beginne ich mit diesem interessanten Beleg vom 16.09.2001:

001 (2).jpg
Es handelt sich um eine Einzelfrankatur der Bund MiNr. 2140 D in Doppelnominale 110 (Pf) / 0,56 €. Die Post hat diesen Beleg nachgewogen, um festzustellen, ob er der ersten Gewichtsstufe bis 20 Gramm entspricht oder nicht.

Das Ergebnis "20gr" wurde handschriftlich unter der Frankatur vermerkt. Somit war der Brief gerade noch portogerecht frankiert, denn die erste Gewichtstufe geht bis einschließlich 20 Gramm!

Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Do 6. Mai 2021, 18:14

Beiträge: 8523
Hier ein weiteres Beispiel für einen Plattenfehler, den man nicht "im MICHEL" findet, aber "im SCHANTL"!

Es handelt sich um Bund MiNr. 249 f 35, also die Marke vom Feld 35 des Bogens. Dieses Feld 35 zeigt bei einer Teilauflage den Plattenfehler:

"N" von "BUNDESPOST" oben eingekerbt:

002 (3).jpg
002 (2).jpg
Hier zu Eurer Information mein Exemplar "des SCHANTL":

003 (2).jpg
Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Do 6. Mai 2021, 18:46

Beiträge: 8523
Bleiben wir bei BUND MiNr. 249!

Hier der auf Feld 4 einer Teilauflage vorkommende Plattenfehler BUND MiNr. 249 II:

""U" in "JANUAR" links oben mit Serife":

001 (7).jpg
001 (5).jpg
Da MICHEL die BUND MiNr. 249 gestempelt lediglich mit einem Katalogwert von 0,60 MICHEL-€ bewertet ist diese Marke massenhaft in Tauschalben zu finden. Die Suche nache diesem recht unscheinbaren Plattenfehler kann sich also lohnen, denn MICHEL bewertet die MiNr. 249 II gestempelt mit 50 MICHEL-€!

Liebe Grüße
Rüdiger

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