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Brustschildmarken sammeln ohne dickes Portemonnaie

Moderator: Rüdiger



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Hier ein Formular "Post-Einlieferungsschein." mit einem Reichsadler mit Brustschild sowie vorgedrucktem Jahrhundert "18", gebraucht am 22.01.1889 in "Wittingen":

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Rüdiger


Beiträge: 7972
Hier eine Einzelfrankatur der MiNr. 19 auf Brief, adressiert nach "Hérny Lorraine Allemande", aufgegeben am 30.12.1874, entwertet per nachvendetem NDP-Stempel "ARS AN DER MOSEL":

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Ars an der Mosel war seit dem 20.10.1870 ein neuer NDP-Postort und führte seitdem diesen Tagesstempel. Rückseitig findet sich Kreisstempel "HERNY" des Deutschen Reiches vom 31.12.1874 als Ankunftstempel:

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Der Anbieter bei ebay hat das Stempeldatum falsch gelesen und beschrieben als "20.12.1874" und somit nicht erkannt, dass es sich um einen Beleg handelt, der am Letztag der Gültigkeit der Talerwährung zugestellt wurde:

https://www.ebay.de/itm/Deutsches-Reich ... 2749.l2649

Die inklusive Porto gezahlten 7,50 € erscheinen mir für dieses interessante Stück zur Postgeschichte Lothringens deutlich zu gering!???

Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 7972
Hier ein Postvorschußbrief, adressiert nach "Herrengosserstedt bei Eckartsberge", aufgegeben am Freitag, dem 17.05.1872, in Merseburg:

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Als Tagesstempel wurde ein nachverwender NDP-Kreisstempel "MERSEBURG", Feuser NDP 662, verwendet.

Bei der Einlieferung dieses Briefes erhielt der Absender 25 Silbergroschen als Postvorschuß, worauf ein violetter Stempel "Auslagen." hinweist. Als Porto für Postvorschußbriefe galt die Beförderungsgebühr wie für Wertbriefe, hier 1 1/2 Groschen für eine Entfernung von bis zu 5 Meilen, plus 1/2 Groschen je angefangenem Taler an Postvorschuß bei einer Mindestgebühr von 1 Groschen, die in diesem Falle erhoben wurde.

Der Brief wurde entsprechend per Blaustift mit "25 Bruchstrich 2 1/2"Groschen belegt, die am Empfangsort zu "27 1/2" Groschen addiert wurden und die der Empfänger zu zahlen hatte.

Der Beleg kam am Montag, dem 20.05.1872 beim Bestimmungspostamt "ECKARTSBERGE" an, was ein rückseitig abgeschlagener Tagesstempel "ECKARTSBERGE", Feuser NDP 256, dokumentiert, bei dem die Monatsangabe "5" fehlt:

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Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 7972
Hier eine nach Magdeburg adressierte österreichische Ganzsache, entwertet per Zweizeiler "TROPPAU 11.MAI:72":

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Rückseitig findet sich ein Ankunftstempel aus Magdeburg vom 12.05.1872:

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Rüdiger


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Hier eine Einzelfrankatur der MiNr. 9 auf Brief, gestempelt am 30.09.1872 per nachverwendetem preussischem Kreisstempel "OFFENBACH", Feuser Pr 2453:

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Der Beleg wurde adressiert nach "Gräfrath", wo er am 01.10.1872 ankam, was ein rückseitig abgeschlagener nachverwendeter preussischer zweizeiliger Rechteckstempel "GRAEFRATH 1/10 2-3", Feuser Pr 1198, dokumentiert:

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Von Gräfrath wurde der Brief dann "nachgesendet" nach "Gerresheim", wo er am 02.10.1872 ankam.

Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 7972
Hier ein österreichisches Postkartenformular "Correspondenz-Karte", entwertet am 15.06.1872 per dreizeiligem Rechteckstempel "WIEN 15. JUN. 72. VI. EXP. JOSEFSTADT", adressiert nach "Gmunden am Traunsee", wo am 16.06.1872 ein Kreisstempel "GMUNDEN" als Ankunftstempel abgeschlagen wurde:

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Die Firma des Adressaten "Michael Haas Hutfabrikant" existiert in der Kammerhofgasse 3 in 4810 Gmunden, Österreich, bis heute, mittlerweile in der 5ten Generation:

http://www.haas-huete.eu/haas-huete

Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 7972
Hier ein Formular "Empfangschein" aus der Schweiz, am 03.10.1874 in "GRÜNINGEN" ausgestellt "für ein Mandat" = eine Postanweisung:

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Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 7972
Hier eine Einzelfrankatur der MiNr. 19 auf Brief nach Halle an der Saale, aufgegeben am 03.02.1874 in Wernigerode:

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Die Entwertung erfolgte per nachverwendetem preussischem zweizeiligem Rechteckstempel "WERNIGERODE", Feuser Pr 3494.

Rückseitig findet sich ein Ankunftstempel "HALLE a.S. ANKUNFT", ebenfalls von 03.02.1874:

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Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 7972
Die Kombination der beiden Freimarkenserien Brustschild und Pfennige war im Jahre 1875 möglich. Mischfrankaturen sind selten und entsprechend teuer. Den Zweck, beide Freimarkenserien auf einem Beleg zu dokumentieren, erfüllt auch ein solches Formular "Postkarte." mit Eindruck des Reichsadlers mit Brustschild, das im Jahre 1875 mit einer Freimarke Pfennige frankiert wurde:

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Diese Postkarte wurde adressiert nach Stuttgart = Württemberg, wofür die Inlandsgebühr von 5 Pfennigen galt. Der Absender frankierte diese Postkarte jedoch am 16.01.1875 in Offenbach am Main, einer Sendung ins Ausland entsprechend, mit 10 Pfennigen!!???

Rückseitig findet sich als Distributionsstempel ein Kreisstempel "D1 17/1" aus Stuttgart:

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Liebe Grüße
Rüdiger


Beiträge: 7972
Hier ein Formular "Posteinlieferungsschein" mit Eindruck des Reichsadlers mit Brustschild, verwendet am 04.02.1915 in "Springe":

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Rüdiger

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