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Stempel "Nachgebühr"

Moderator: Rüdiger


Beitrag Do 13. Nov 2025, 10:54

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Diese nach Hettstedt in Südbayern adressierte Postkarte mit eingedrucktem Postwertzeichen der Wertstufe 5 Pf wurde am 01.10.1927 in EVEKING aufgegeben:

001.jpg
5 Pf war die Postgebühr für eine Postkarte im Ortsverkehr.
Die Postgebühr für eine Postkarte im Fernverkehr betrug 8 Pf.
Das Eineinhalbfache des Fehlportos von 3 Pf ergab rechnerich 4,5 Pf, die auf 5 Pf Nachgebühr aufgerundet wurden und die der Empfänger zu zahlen hatte, um diese Sendug vom Postboten ausgehändigt zu bekommen!

Beitrag So 16. Nov 2025, 14:04

Beiträge: 19240
Dieser nach Bremen adressierte Brief wurde am 05.04.1930 unfrankiert in ELSFLETH aufgegeben:

018.jpg
Die Portostufe für einen Brief im Inlandsverkehr bis 20 g betrug 15 Pf.
Das Eineinhalbfache des Fehlportos betrug somit 22,5 Pf.
Dieser rechnerisch ermittelte Fehlbetrag wurde auf den nächsthöhren, durch "5" teilbaren Betrag, also "25" Pf, aufgerundet
=> Der Empfänger mußte "25" Pfennig als "Nachgebühr" bezahlen, um diesen Brief ausgehändigt zu bekommen!

Beitrag Di 6. Jan 2026, 00:19

Beiträge: 19240
"Drucksache", gelaufen im Orstverkehr von München, adressiert an "Schließfach 95" mit 6 Pf AM POST frankiet aufgegeben am 22.10.1945 in MÜNCHEN 13:

021.png
Zur Entwertung des Postwertzeichens diente ein aptierter Tagesstempel, aus dem unten der Zusatz "HAUPTSTADT DER BEWEGUNG" entfernt worden war.
Der Beleg war um 2 Pf unterfrankiert und wurde daher mit dem Eineinhalbfachen dieses Fehlbetrages = "3" Pf "Nachgebühr" belegt, worauf ein Stempel hinweist.

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